Posts mit dem Label gereimtes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label gereimtes werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 7. Dezember 2024

Weihnachtswunder

Es schwebt ein Pottwal überm Wald.
Ich frage mich: ist ihm nicht kalt?
Dann sag ich mir: was bin ich dumm!
Der schwimmt auch im Polarmeer rum,

gewärmt von einer fetten Schicht.
Da stört ein bisschen Kälte nicht. 
Doch warum fliegt er überm Tann
zur Weihnachtszeit? Was treibt ihn an?

So blass wie einstmals Moby Dick?
Ein Engelswal? Ein Zaubertrick?
Und weil das herrlich surreal ist,
erscheint dazu die Borealis.

Doch halt! Dort zieht ein heller Stern
mit langem Schweif am Himmel fern!
Mein weißer Wal zwinkert mir zu,
schlägt mit der Fluke, hält drauf zu.

Gefolgt von einer kleinen Flunder.
Die Weihnachtszeit ist voller Wunder!






.dez_2024

Freitag, 15. November 2024

In da Scheun (ein Weihnachtslied)




I
Foid gonz socht
koide Procht
stüh bein Mondnschein;
weißes Tuach so fein
deckt de Wies'n ein.
Grod erwocht
's Kindal locht
in da Scheun.



II
Hirtn stumm
schaugn si um;
leicht gonz hö a Stern!
Und vo noh und fern
eil'n sogleich se gern
hin zan Stoi,
wo sie oi
si tan gfrein,



III
dass da Christ
kemman ist,
der die Wöhd befreit
boid vo Sorgn und Leid
und as Herz werd weit,
weu ma woas,
oiss wiad guad
in der Scheun.



C.
Nie mehr Sorgn und Leid
und as Herz werd weit
durt bein Kind
bei da Nocht
in da Scheun.









.nov_2024

Am Weg

Als hockte dort ein schwarzes Tier,
zum Sprung bereit, so schien es mir,
wenn ich mit Oma, Hand in Hand,
mich vor der Wegbiegung befand
auf schmalem Pfad am See entlang,
der feucht durch düstren Wald sich schlang.

Die Kreatur schien schwach zu glimmen,
doch schien die Farbe nicht zu stimmen.
Nicht Sonnenlicht, nicht Kerzenschein,
bloß Geisterhaftes konnt es sein!
Das wusste ich (mit vier) gewiss,
weshalb die Angst mich fast zerriss.

Wär Großmutter nicht da gewesen -
nie wär vorbei ich an dem Wesen
und bis zum Lieblingswirt gelangt!
Ich hätte viel zu sehr gebangt,
dass ich, anstelle selbst zu essen,
gleich würd zu einem Abendfressen.

Es war wohl Großmüttermagie,
die mir zuletzt den Mut verlieh,
dem guten Zuspruch zu vertrauen
und doch einmal genau zu schauen,
was jene Kreatur wohl sei.
Ab da war’s mit der Angst vorbei.

Zumindest fast. Ein leises Gruseln
fühl heut noch ich im Magen wuseln,
denk ich an diese Zeit zurück
und an das düstre Waldwegstück
mit jenem Baumstumpf – morsch und alt
in schauderhafter Tiergestalt.

Bloß Phosphor war’s, der leuchten ließ,
was einstmals Unheil mir verhieß.
Der Stumpf, schon seit Jahrzehnten fort,
erschuf damals den Zauberort,
der heut noch mir vor Augen schwebt
und macht, dass etwas in mir bebt.

Da ist ein Sehnen, ein Erinnern
an viel Zusammenhalt im Innern,
an Omas warme, feste Hand,
daran, wie sie dort mit mir stand,
mir half, die Angst zu überwinden
und meinen eignen Weg zu finden.





.okt_2024

Haustiere

Theo, Kleos Beo, kann das Geräusch von Deo,
wie's aus der Dose - pfssss! - entweicht,
vortrefflich imitieren.
Besonders gerne tut er's dann,
fängt Mann im Bett zu kommen an.
Das kann schon irritieren.


Malte, Walters Falter, ist jetzt in jenem Alter,
wo's in Gelenken knirscht und kracht,
weshalb er kaum noch flattert.
Doch unlängst hat er's doch getan.
Just als ein lautes Mofa kam.
Da war er sehr verdattert.


Amanda, Wandas Panda, zieht fleißig den Expander.
Vom Bambus naschte sie zu viel -
das fand sie zum Genieren.
Sie weiß, sie büßt für den Genuss!
Bloß eines hilft allein: sie muss
die Kilos abtrainieren.


Stine, Trines Biene, sitzt in der Wahlkabine
ganz unscheinbar und gut getarnt
als Fliege an der Wand.
Die Stichwahl war's, die ihr gefiel.
Das Kreuz am Zettel zeigt das Ziel.
Ein Schelm, der dies erfand!








.okt_2024

Vers-iert

Versunken wird das Schiff zum alten Wrack -
Versunken reimen oftmals gern auf "quak".

"Versauf dein Schmerzensgeld nicht!" mahnt der Richter.
"Vers auf!" - so schallt der Ruf rühmlicher Dichter.

"Versage nicht!" (der Delinquent zum Köpfer)
Versage - das Zeitalter der Reimeschöpfer?

Versteig dich nicht zu rasch in Dichtkunsthöhen!
Versteig lässt man am besten lange gehen.

"Versau es nicht!" hat mancher echt leicht reden!
Versau - des Reimeschmiedes Garten Eden?

Verstand gedeiht, wo Leib und Seele ganz.
Verstand verleiht Gedichten hohlen Glanz.

Verschatten hilft sehr gut bei Sonnenlichtverwaltung.
Verschatten heißt, man reimt getippte Unterhaltung.

Verspannen sorgt für Schmerz erschöpfter Waden.
Verspannen lässt man gern in Schreibtischladen.

Verstauchen schmerzt ganz fies, ist es der Zeh.
Verstauchen heißt, der Dichter sucht im See?

Verstrick dich nicht zu sehr beim Silbenzählen!
(Im Notfall kannst du noch den Verstrick wählen)...






.sep_2024

wolkenlos

die schweren wolken möchten gerne fliegen
und ihre hüllen dunklen graus verlieren
als weiße tupfen helles blau verzieren
anstatt als decke tief im land zu liegen

gehalten scheinen sie von regenschnüren
die fest verankert im schon nassen boden
und tief verwurzelt in den rasensoden
die angst nie mehr zu schweben schüren

nichts leichtes will und kann sich so entfalten
wenn tagelang bloß große tropfen fallen
und wolkenfetzen zwischen wipfeln wallen
im dauerrauschen haus und flur erkalten

jedoch sind sie mit wiederkehr gesegnet
vergießen -sammeln -dampfen kondensieren
bestimmt sich in dem kreislauf zu verlieren
und immer wird geschwebt bevor es regnet





.okt_2024

Schnupfen

Kaum kommt feuchtkalt die Jahreszeit
(Spätherbst genannt), so macht sich breit,
was dazu führt, dass alle schniefen,
sich räuspern, hüsteln, Nasen triefen.

Ein jeder rotzt, schwitzt, niest und krächzt
und steifgelenkig wird geächzt,
gestöhnt, geschnauft, viel Tee getrunken,
ermattet früh ins Bett gesunken,

mit Schüttelfrost fest eingekuschelt,
durch zue Nasen leidgenuschelt.
So mancher greift zur Meersalzspülung,
um Herr zu werden der Verkühlung.

Ein andrer schwört auf Wadenwickel,
Honig im Tee und Pumpernickel.
Dann gibt's da noch die Globuli
(doch Onkel Kurt helfen die nie). 

Besonders Sorgenvolle wollen
Antibiotika sich holen.
Beim Hausarzt lernen sie sodann:
"beim Virus hilft dies nicht. Es kann

mit oder ohne gleich lang dauern."
Ein Umstand, welchen sie bedauern.
Der Mensch von heute - ungeduldig -
bleibt gern dem Körper Ruhe schuldig.

Jedoch die Heilkunst, unbestritten
wirklich schon weitigst fortgeschritten,
bringt es noch immer nicht zustande,
dass keinem mehr wird hierzulande

vom Schnupfen auferlegt Beschränkung.
Dies ist der Menschheit größte Kränkung.

Montag, 5. August 2024

dunst erhebt sich aus den wäldern

dunst erhebt sich aus den wäldern
krähen schreiten auf den feldern
jedes blättchen wippt und tropft
regengüsse gingen über
wald und ackerkrume nieder
hör nur - meister specht - er klopft

klopft an tiefgefurchter rinde
dass er fette Larven finde
eh' er suchend weiterfliegt
tropfen fallen aus den wipfeln
prallen ab von tannenzipfeln
bis sich jeder grashalm biegt

voll von wasserperlenketten
feuersalamander retten
sich indem sie bergwärts zieh'n
kleine bächlein gluckern leise
schneiden schneisen auf der reise
und die waldameisen flieh'n

nasse himbeersträucher schwanken
dicke weinbergschnecken zanken
viel zu langsam dass wir's seh'n
rote gummistiefel schmatzen
springkrautsamenkapseln platzen
dort am wegrand wo wir geh'n

hör - der wind bringt neues rauschen
sieh wie sich die blätter bauschen
da - der nächste regenguss!
schön ist so ein wald im regen
und auch nicht ein grund weswegen
man jetzt heimwärts gehen muss

also stapf ich noch ein stückchen
sammle hier und da ein glückchen
ach - wie ist's hier draußen fein!
ist es wahr? kommt da die sonne?
komplettiert die wanderwonne?
sag - was könnte schöner sein!







.aug_2024

Sonntag, 14. Juli 2024

sommernachtsgeschehen

von ferne klingt im nachhall bienensummen
es streckt ein weitrer heißer tag die müden glieder
und schickt im ersten kühlen hauch uns ein verstummen
er überlässt der nacht die große bühne wieder

im flug zerteilen fledermäuse abendlüfte
hinaus zieht's jene die des nächtens gerne schwärmen
und hin an schwere geißblatt- und lavendeldüfte
an sinnestaumel sich das herz zu wärmen

nun heißt's die milden stunden gut zu nützen
die pflanzen sammeln tau die menschen träume
und unken sich an letzten waldrandpfützen
zikaden kleiden weiden mit geschäume

es fallen perseiden ungesehen
ein glühwürmchen allein funkt noch signale 
schon bald endet das sommernachtsgeschehen
in sanftem morgenrot und erstem sonnenstrahle

es kriechen nachtschatten zurück in ihre ecken
die fledermaus hängt längst im dachgestühle
und vogelsang tönt laut aus dichten hecken
in ein paar stunden schon herrscht wieder sommerschwüle






.juli_2024

Dienstag, 4. Juni 2024

Hartes Los

Silberrücken Paul ist heute grantig.
Verhasste Konkurrenz schleicht durchs Gebüsch.
Die Miene schaltet von entspannt auf hantig,
schon zuckt sein linkes Lid verräterisch...

Wie können diese Nichtsnutze es wagen,
sich darzustell'n als wär'n sie weißgott wer;
zum Affen machen mit geschwelltem Kragen!
Der Oberaffe ist noch immer er!

Schon stemmt er sich mit Ächzen auf zwei Beine
und trommelt mit den Fäusten auf die Brust.
Respekt und Ruhm gebühren ihm alleine!
Sie teilen?! - Welche Schmach und Machtverlust!

Er brüllt und grollt und peitscht mit Blätterzweigen
durchs Unterholz (und hofft, dass das genügt).
Er weiß: muss er sich gleich als Platzhirsch zeigen,
wird er vom Lieblingsweibchen scharf gerügt.

Da steht er - Grünzeug wedelnd - unentschlossen;
im Innern kämpft Verdruss gegen Vernunft.
Ein Wolkenbruch setzt ein - er wird begossen
und trollt sich wie ein Pudel. Doofe Brunft!





.okt_2018

Walblau

Seit langem schon steht im Regal
aus Holz geschnitzt ein kleiner Wal.
Oft blickt sein linkes Aug mich an -
so sanft wie es nur blicken kann,
(und je nach Staubschicht wirkt sein Blau
an machen Tagen fast wie grau).

Mein Gatte fragt nach seinem Nutzen
(abseits von dem, ihn gut zu putzen)
und meint gelegentlich: "der fängt
den Staub, an dem hier keiner hängt!
Die Reichweite jedoch scheint klein -
ein Wal, der blau macht, muss es sein."

Und drum, so meint er noch, sei klar,
was hier die Fehlanschaffung war.
Das Bücherbord mir zu veredeln,
müsst wegen ihm mehr Staub ich wedeln!
Mein Wal und ich - wir wissen aber:
das ist bloß Gattenwalgelaber!

Schon morgen senkt sich das Vergessen
samt Staub auf Walblau. Aus! Gegessen!






.april_2024

Los geht's!

 
Erste zarte, grüne Spitzen
zwängen sich durch Bodenritzen,
lugen aus verholzten Strünken
und derweil hüpfen die Finken
eifrig flink am Bodengrund,
freu'n sich über manchen Fund
von vom Herbst verstreuten Samen.
Spatzenherrn und Spatzendamen
flattern, zwitschern, fliegen hoch,
landen wieder, sitzen noch
ein klein Weilchen länger hier;
da - ein kleines Nagetier
wühlt sich raschelnd durch das Laub,
aus auf Vogelfutterraub.
Eilt erfolgreich wieder fort
und ich sitz an diesem Ort;
Zeugin all der Emsigkeit.
Freude macht sich in mir breit
über das Naturerwachen,
all die kleinen Frühlingssachen.
Schneeglöckchen - ich könnte schwören -
kann ich leise läuten hören!
Erste Hummeln fliegen, brummen.
An der Weide Bienensummen!
Krokusse verzier'n als Tupfen
bunt die Wiese. Unkrautrupfen
ölt die wintersteifen Knochen.
Hab mich viel zu lang verkrochen!
Doch gleich ist die Sonne weg -
dann wird's kalt im Schatteneck;
treibt mich rasch zurück ins Haus.
Morgen geh ich wieder raus!





.märz_2024

hirnis hinski

dickdu bistomulto wanstki
dreckdu wischdibumsdi swiff
putzni bimski schmutzwo dranski
nimstu ataodaziff

waxta nixta bartonotti
kalkalotti kolofon
isstumiso spriss taflotti
hilfta nimapitra lon

saxtu paxtu nixmizinski
koko lores plumpaquatsch
sinstu finstu hirnis hinski
rinnski blinskimitsch padatsch





.märz_2024

ein lied will ich dir schreiben

ein lied will ich dir schreiben
eins das in allem ruht
eins das im herzen bleiben
die sorgen dir vertreiben
und schüren soll die glut

ein lied dich zu berühren
eins das die liebe preist
eins das dich zu mir führen
zum allerliebsten küren
mein wille es geheißt

doch wie nur soll es klingen
wie finden jenen ton
wie wildverwunden singen
sich seiden um dich schlingen
ach wie geläng das schon

hol ich doch bloß mit worten
mit feder auf papier
mit lautgemalten borten
gefühl aus klangretorten
und kann so scheint es mir

mit diesen niemals fassen
was du mir alles bist
kanns nur so stehen lassen
        


            dein wörterkomponist











.valentinstag '24

Halblicht

Vom Gartenfenster links zu meiner Seite
kriecht ohne Laut die Dämmerung ins Haus.
Sie weitet sich mit kühlen Farben aus,
als ob sie einen dunklen Teppich breite.

Am Himmel stehen letzte Wolkenfetzen -
sanftrosa noch, doch schon verblasst der Ton
und langsam taucht die Welt ins Monochrom,
als würde sie sich selbst mit grau benetzen.

Die Augen brauchen länger, um zu fassen,
was sich in Halblichts Düsternis verbirgt;
ich spür, wie meines Schauens Trägheit wirkt
und kann mich in den Abend fallen lassen.

So gleit ich aus dem Licht zur Nacht hinüber
und dunkle mit dem Himmel Richtung schwarz.
Was wichtig war vom Tag; mein Herz bewahrt's.
Komm, sternbestickte Decke, senk dich nieder!





.feb_2024

harz an deiner rinde

bin das harz an deiner rinde
winde mich durch feinste ritzen
halte mich an festen spalten
gleite über kleinste spitzen
banne fließend im erkalten
gold aus glücksmomenten sprießend
im verkapseln mich vergießend
zeit verdichtend im gestalten
bette mich in deine falten
weil an dir ich ruhe finde




.jan_2024

Dienstag, 12. Dezember 2023

aft werd's gaunz staad do umanaund

aft werd's gaunz staad do umanaund
da schnee deckt no de letzdn wüpfi zua
da haushund schlofd inta da ofnbaunk
ma bleibt im haus und ollas kimmt zua ruah

a weiße deckn legt se iwa stoa und föhd
und nua de kotz ziagt spurn wia ollawei
des is de zeid wo ma in d'fensta kerzal stöhd
und wo i mi auf tee und keksal gfrei

wo oide und a junge leit beinaunda huckn
da oane zitta spüd, da aundare gitar
wo mia bein singa gaunz noh zsaummaruckn
und neamt wos wissad wos nu scheena war

stüh liegt in tiafm wintaschlof da woid
und waun daun in da eckn 's krippal stehd
waun weiß da zauwa dicht vom hümmi foid
daun woas ma dass af d'weihnochd zuwa gehd





.dez_2023

Donnerstag, 16. November 2023

Abschiedsruf

Ein Zwielichtsschimmer liegt über dem Land.
Raureifgekrönt zieht Ackerkrume braun ein Band
aus tiefgefurchter Erde, die - wie Wogen -
sich sanft über die Hügel legt im Bogen
bis an den Horizont, wo schon als letztes Glühen
die Spätherbstsonne sacht verlischt in dem Bemühen,
dem kühlen Grau noch einen warmen Ton zu schenken,
bevor wir Schritt und Blick nach drinnen lenken.
Und dort, vom Waldrand her, krächzt ein Fasan.
Sein Ruf verhallt und erste Schneeluft kriecht heran.






.nov_2023

Donnerstag, 7. September 2023

ich seh dich

 ich seh dich wie an unsrem ersten tag
dein schiefes lächeln
sitzt vielleicht ein bisschen schiefer
der trotz der jugend
steckt dir noch im unterkiefer
doch es fehlt das grollen
als würdest du im alter nur noch wollen
dass unsre tage friedlich golden glänzen
altweibersommerfäden uns bekränzen
und einen sanften teppich weben
ich seh dich
und in dir mein gutes leben





.aug_2023

Donnerstag, 16. März 2023

Einverleibung

Die Großstadt, wie ein Biest mit kalten Klauen,
knipst abends ihre tausend Augen an.
Dann schleicht sie mit der Einsamkeit heran,
um manche bange Seele zu verdauen.

Genüsslich fängt sie an mit dem Zerkauen,
weiß, wie mit Sorgen sie zersetzen kann,
zieht Sinn und Zeit formlose Fetzen an
und einverleibt sich letztes Urvertrauen.

Zurück lässt sie so manche leere Hülle.
Jetzt rätselt man im Haus, wer ihn wohl kennt.
Fast kann man etwas wie Gemeinschaft spüren.

Ein fremder Nachbar in der Großstadtfülle -
die Türe erst nach Wochen aufgestemmt.
("Man konnte den Geruch nicht ignorieren!").









.feb_2023